
162 Wohn- und Geschäftshäuser in der Zwangsversteigerung
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Termine










Wohn- und Geschäftshäuser aus der Zwangsversteigerung: Zahlen und Preise
Wohn- und Geschäftshäuser verbinden Laden- oder Büroflächen im Erdgeschoss mit Wohnungen darüber, meist in Innenstadt- oder Hauptstraßenlagen. In der Zwangsversteigerung erreichen sie die höchsten Verkehrswerte aller Objektarten und sprechen erfahrene Anleger an, die gewerbliche und wohnwirtschaftliche Mieten getrennt bewerten können.
Derzeit stehen 162 Wohn- und Geschäftshäuser an 110 Amtsgerichten zur Versteigerung, 57 davon mit Termin in den nächsten 30 Tagen. Die Termine verteilen sich so auf die Monate: Oktober 2026 38, November 2026 66, Dezember 2026 24, Januar 2027 19. In den vergangenen 30 Tagen kamen 62 Verfahren neu hinzu, in den 30 Tagen davor 4. 35 Verfahren (22 %) sind Teilungsversteigerungen, bei denen Miteigentümer wie Erben oder geschiedene Ehegatten ihre Gemeinschaft auflösen. Bei 9 Verfahren (6 %) sind die Wertgrenzen bereits weggefallen, dort ist ein Zuschlag auch weit unter dem Verkehrswert möglich.
Der mittlere festgesetzte Verkehrswert liegt bei 226.000 €; die Hälfte der Wohn- und Geschäftshäuser liegt zwischen 103.000 € und 573.000 €, 24 % sind laut Gutachten weniger als 100.000 € wert, 28 % mehr als 500.000 €. Bezogen auf die Fläche sind das im Mittel 1.648 €/m² bei einer typischen Größe von 224 m². Der Zuschlag fällt meist unter dem Verkehrswert: im ersten Termin oft bei 70 bis 90 %, im Wiederholungstermin ohne Wertgrenzen auch deutlich darunter.
Aus den Bekanntmachungen lesen wir Merkmale heraus: 7 Objekte sind ausdrücklich ohne Innenbesichtigung bewertet, 9 als vermietet und 18 als leerstehend erfasst. Ein fehlender Vermerk heißt nur, dass das Gericht nichts dazu geschrieben hat.
Wohn- und Geschäftshäuser nach Bundesland
Die meisten Wohn- und Geschäftshäuser werden derzeit in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern versteigert. Der Klick auf ein Bundesland zeigt die Wohn- und Geschäftshäuser dort.
Städte mit den meisten Wohn- und Geschäftshäusern
Worauf Sie bei einem Wohn- und Geschäftshaus aus der Zwangsversteigerung achten sollten
Gewerbemietverträge. Gewerbliche Mietverträge gehen wie Wohnraummietverträge auf Sie über (§ 57 ZVG). Das Sonderkündigungsrecht nach § 57a ZVG wirkt bei Gewerbe voll, weil es dort keinen Kündigungsschutz wie bei Wohnraum gibt.
Leerstand im Erdgeschoss. Ladenflächen in Nebenlagen stehen oft leer. Prüfen Sie im Gutachten, ob der Ertragswert mit tatsächlichen oder mit angenommenen Mieten gerechnet wurde.
Finanzierung. Banken finanzieren gemischt genutzte Objekte zurückhaltender als reine Wohnhäuser. Klären Sie die Finanzierung vor dem Termin, die Sicherheitsleistung wird sofort fällig.
Was für alle Objektarten gilt: Die Sicherheitsleistung von 10 % des Verkehrswerts wird auf Verlangen sofort im Termin fällig und darf nicht bar geleistet werden; im ersten Termin schützen die 5/10- und 7/10-Grenze vor einem Zuschlag weit unter Wert; zum Meistgebot kommen Grunderwerbsteuer, Zuschlagsgebühr und Grundbuchkosten hinzu.
Häufige Fragen zu Wohn- und Geschäftshäusern in der Zwangsversteigerung
Wie viele Wohn- und Geschäftshäuser werden derzeit zwangsversteigert?
Derzeit 162 Wohn- und Geschäftshäuser an 110 Amtsgerichten, 57 davon mit Termin in den nächsten 30 Tagen. Der nächste Termin ist am Montag, 12. Oktober 2026 um 09:00 Uhr. Die Zahl ändert sich mit jedem Lauf des Justizportals, das wir mehrmals täglich auslesen.
Was kostet ein Wohn- und Geschäftshaus aus der Zwangsversteigerung?
Der mittlere festgesetzte Verkehrswert liegt bei 226.000 €; die Hälfte der Objekte liegt zwischen 103.000 € und 573.000 €. Das entspricht im Mittel 1.648 €/m². Der Zuschlag fällt meist unter dem Verkehrswert. Hinzu kommen Grunderwerbsteuer (3,5 bis 6,5 % je Bundesland), die Zuschlagsgebühr des Gerichts und die Grundbuchkosten; Maklerprovision und Notarkosten entfallen.
In welchen Bundesländern gibt es die meisten Wohn- und Geschäftshäuser?
Nordrhein-Westfalen (39), Niedersachsen (22) und Bayern (18).
Worauf muss ich bei einem Wohn- und Geschäftshaus besonders achten?
Gewerbemietverträge: Gewerbliche Mietverträge gehen wie Wohnraummietverträge auf Sie über (§ 57 ZVG). Leerstand im Erdgeschoss: Ladenflächen in Nebenlagen stehen oft leer. Finanzierung: Banken finanzieren gemischt genutzte Objekte zurückhaltender als reine Wohnhäuser.
Kann ich ein Wohn- und Geschäftshaus vor der Versteigerung besichtigen?
Einen Anspruch auf Besichtigung gibt es nicht; der Eigentümer muss niemanden hereinlassen. Aktuell wurden 7 von 162 Objekten mit erfassten Merkmalen ausdrücklich ohne Innenbesichtigung bewertet. Fragen Sie beim Gericht oder beim Sachverständigen nach; bei vermieteten Objekten hilft manchmal der Mieter. Sonst bleiben Gutachten, Fotos, Außenbesichtigung und ein Sicherheitsabschlag im Gebot.
Ratgeber für Bieter

So läuft der Termin ab
Vom Aufruf bis zum Zuschlag in 45 bis 90 Minuten. Was im Saal passiert und wann Sie handeln müssen.

Wie viel muss ich mindestens bieten?
Geringstes Gebot, Wertgrenzen, Einstellung durch den Gläubiger: die drei Schwellen und wie viel Prozent vom Verkehrswert Ersteher wirklich zahlen.

Was der Modernisierungsstau wirklich kostet
Kostentabelle 2026 für Bad, Heizung, Dach, Fenster, Elektrik, Pflichten nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz, Förderung und der richtige Sicherheitsabschlag.

Abteilung I, II, III und der Rang
Welche Einträge nach dem Zuschlag bleiben, welche erlöschen, was die Rangklassen bedeuten und wo Sie den Auszug bekommen.
Zwangsversteigerung: alles Wichtige → · Alle 95 Ratgeber →
Alle Zahlen aus den amtlichen Bekanntmachungen im Justizportal, Stand Fr, 09.10.2026 19:55 Uhr. Rechtliche Hinweise ohne Gewähr; maßgeblich sind Bekanntmachung und Gutachten des Gerichts.
