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141 Unbebaute Grundstücke in der Zwangsversteigerung

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Unbebaute Grundstücke aus der Zwangsversteigerung: Zahlen und Preise

Unbebaute Grundstücke in der Zwangsversteigerung reichen von der Baulücke bis zur Wiese im Außenbereich. Entscheidend für den Wert ist nicht die Fläche, sondern das Baurecht: Ohne Bebauungsplan oder Innenbereichslage ist ein Grundstück oft nur als Garten- oder Freizeitfläche nutzbar.

Derzeit stehen 141 unbebaute Grundstücke an 85 Amtsgerichten zur Versteigerung, 57 davon mit Termin in den nächsten 30 Tagen. Die Termine verteilen sich so auf die Monate: Oktober 2026 32, November 2026 61, Dezember 2026 30, Januar 2027 9. In den vergangenen 30 Tagen kamen 54 Verfahren neu hinzu, in den 30 Tagen davor 6. 54 Verfahren (38 %) sind Teilungsversteigerungen, bei denen Miteigentümer wie Erben oder geschiedene Ehegatten ihre Gemeinschaft auflösen. Bei 10 Verfahren (7 %) sind die Wertgrenzen bereits weggefallen, dort ist ein Zuschlag auch weit unter dem Verkehrswert möglich.

Der mittlere festgesetzte Verkehrswert liegt bei 27.000 €; die Hälfte der unbebauten Grundstücke liegt zwischen 4.360 € und 128.200 €, 73 % sind laut Gutachten weniger als 100.000 € wert, 8 % mehr als 500.000 €. Bezogen auf die Fläche sind das im Mittel 120 €/m² bei einer typischen Größe von 989 m². Der Zuschlag fällt meist unter dem Verkehrswert: im ersten Termin oft bei 70 bis 90 %, im Wiederholungstermin ohne Wertgrenzen auch deutlich darunter.

Aus den Bekanntmachungen lesen wir Merkmale heraus: 0 Objekte sind ausdrücklich ohne Innenbesichtigung bewertet, 4 als vermietet und 0 als leerstehend erfasst. Ein fehlender Vermerk heißt nur, dass das Gericht nichts dazu geschrieben hat.

Unbebaute Grundstücke nach Bundesland

Die meisten unbebauten Grundstücke werden derzeit in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz versteigert. Der Klick auf ein Bundesland zeigt die unbebauten Grundstücke dort.

Städte mit den meisten unbebauten Grundstücken

Worauf Sie bei einem unbebauten Grundstück aus der Zwangsversteigerung achten sollten

Innen- oder Außenbereich. Im Außenbereich (§ 35 BauGB) ist Wohnbebauung in aller Regel ausgeschlossen. Das Gutachten sagt, wie das Grundstück planungsrechtlich einzuordnen ist.

Erschließung. Straße, Wasser, Abwasser und Strom müssen nicht anliegen. Fehlende Erschließung kostet schnell fünfstellig.

Rechte in Abteilung II. Wegerechte, Leitungsrechte oder ein Vorkaufsrecht bleiben bestehen und schränken die Nutzung ein.

Was für alle Objektarten gilt: Die Sicherheitsleistung von 10 % des Verkehrswerts wird auf Verlangen sofort im Termin fällig und darf nicht bar geleistet werden; im ersten Termin schützen die 5/10- und 7/10-Grenze vor einem Zuschlag weit unter Wert; zum Meistgebot kommen Grunderwerbsteuer, Zuschlagsgebühr und Grundbuchkosten hinzu.

Häufige Fragen zu unbebauten Grundstücken in der Zwangsversteigerung

Wie viele unbebaute Grundstücke werden derzeit zwangsversteigert?

Derzeit 141 unbebaute Grundstücke an 85 Amtsgerichten, 57 davon mit Termin in den nächsten 30 Tagen. Der nächste Termin ist am Montag, 12. Oktober 2026 um 08:30 Uhr. Die Zahl ändert sich mit jedem Lauf des Justizportals, das wir mehrmals täglich auslesen.

Was kostet ein unbebautes Grundstück aus der Zwangsversteigerung?

Der mittlere festgesetzte Verkehrswert liegt bei 27.000 €; die Hälfte der Objekte liegt zwischen 4.360 € und 128.200 €. Das entspricht im Mittel 120 €/m². Der Zuschlag fällt meist unter dem Verkehrswert. Hinzu kommen Grunderwerbsteuer (3,5 bis 6,5 % je Bundesland), die Zuschlagsgebühr des Gerichts und die Grundbuchkosten; Maklerprovision und Notarkosten entfallen.

In welchen Bundesländern gibt es die meisten unbebauten Grundstücke?

Nordrhein-Westfalen (29), Bayern (20) und Rheinland-Pfalz (18).

Worauf muss ich bei einem unbebauten Grundstück besonders achten?

Innen- oder Außenbereich: Im Außenbereich (§ 35 BauGB) ist Wohnbebauung in aller Regel ausgeschlossen. Erschließung: Straße, Wasser, Abwasser und Strom müssen nicht anliegen. Rechte in Abteilung II: Wegerechte, Leitungsrechte oder ein Vorkaufsrecht bleiben bestehen und schränken die Nutzung ein.

Kann ich ein unbebautes Grundstück vor der Versteigerung besichtigen?

Einen Anspruch auf Besichtigung gibt es nicht; der Eigentümer muss niemanden hereinlassen. Aktuell wurden 0 von 141 Objekten mit erfassten Merkmalen ausdrücklich ohne Innenbesichtigung bewertet. Fragen Sie beim Gericht oder beim Sachverständigen nach; bei vermieteten Objekten hilft manchmal der Mieter. Sonst bleiben Gutachten, Fotos, Außenbesichtigung und ein Sicherheitsabschlag im Gebot.

Ratgeber für Bieter

Zwangsversteigerung: alles Wichtige → · Alle 95 Ratgeber →

Alle Zahlen aus den amtlichen Bekanntmachungen im Justizportal, Stand Fr, 09.10.2026 19:55 Uhr. Rechtliche Hinweise ohne Gewähr; maßgeblich sind Bekanntmachung und Gutachten des Gerichts.