US-Import kaufen: Zoll, Umbau und Zulassung in Deutschland
Was ein Auto aus den USA bis zur Zulassung kostet und braucht: Zoll nach der EU-Regel für US-Waren, Einfuhrumsatzsteuer mit Beispiel, Verschiffung und Title, Umbauten an Licht und Tacho, Einzelabnahme nach § 21 StVZO und die US-Vermerke Salvage, Rebuilt und Flood.

Ein Auto aus den USA verzollen Sie in Deutschland. Seit 1. Juli 2026 ist ein Pkw mit Ursprung in den USA zollfrei, wenn Sie den Ursprung und die direkte Beförderung belegen; sonst gelten 10 %. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % fällt immer an. Ohne EU-Typgenehmigung braucht das Auto ein Gutachten nach § 21 StVZO, oft mit Umbauten an Licht und Blinkern.
Inhalt
- Was ist beim Kauf eines US-Imports zu beachten?
- Wie viel Zoll zahlen Sie für ein Auto aus den USA?
- Was kostet der Import eines Autos aus den USA?
- Wie kommt das Auto aus den USA nach Deutschland?
- Welche Umbauten braucht ein US-Auto für die Zulassung?
- Was bedeuten Salvage, Rebuilt und Flood im US-Title?
- Wie läuft die Zulassung eines US-Autos ab?
- Wie prüfen Sie die Vorgeschichte eines US-Autos vor dem Kauf?
- Häufige Fragen
1Was ist beim Kauf eines US-Imports zu beachten?
Ein US-Auto ist für den amerikanischen Markt gebaut. Zum Kaufpreis kommen Transport, Einfuhrumsatzsteuer, oft Zoll, ein Gutachten nach § 21 StVZO und Umbauten. Erst danach lässt es sich zulassen.
Mit „US-Import“ ist ein Auto gemeint, das für den amerikanischen Markt gebaut und dort meist auch zugelassen war. Sie kaufen es entweder selbst in den USA, etwa bei einem Händler oder auf einer Auktion, und lassen es verschiffen, oder Sie kaufen es von jemandem, der es schon eingeführt hat. In beiden Fällen gilt: Das Auto erfüllt nicht ohne weiteres die europäischen Vorschriften, und seine Vorgeschichte steht in amerikanischen Papieren.
Wer selbst importiert, trägt Transport, Einfuhrabgaben, Prüfung und Umbau. Wer ein bereits eingeführtes Auto kauft, sollte sich zeigen lassen, dass es verzollt ist, welche Umbauten der Prüfer verlangt hat und was im US-Title stand. Wie die Einfuhr aus einem europäischen Land außerhalb der EU läuft, steht im Ratgeber Auto aus der Schweiz kaufen.
Was für einen US-Import spricht
- Modelle, Motoren und Ausstattungen, die es in Europa nicht zu kaufen gibt
- seit 1. Juli 2026 kein Zoll auf Autos mit US-Ursprung
- Title und Vermerke machen schwere Vorschäden oft sichtbar
Was dagegen spricht
- Einfuhrumsatzsteuer, Transport und Gutachten kommen immer dazu
- Umbauten an Licht, Blinkern und Tacho
- Ersatzteile oft nur aus den USA, mit Wartezeit und Fracht
- Vorschäden stehen im US-Title, nicht in deutschen Papieren
2Wie viel Zoll zahlen Sie für ein Auto aus den USA?
Seit 1. Juli 2026 keinen, wenn der Pkw in den USA hergestellt wurde, Sie das nachweisen und er direkt aus den USA kommt. Sonst 10 %. Die Regel gilt bis Ende 2029.
Grundlage ist die Verordnung (EU) 2026/1455 vom 25. Juni 2026. Sie setzt die Zölle auf Industriewaren mit Ursprung in den USA auf 0 %, darunter Kapitel 87 des Zolltarifs mit Kraftwagen und Krafträdern (Art. 1 und Anhang I). Sie gilt vom 1. Juli 2026 bis zum 31. Dezember 2029 (Art. 8). Die EU-Kommission kann sie ganz oder teilweise aussetzen, etwa wenn die USA von ihren Zusagen abrücken (Art. 3). Prüfen Sie den Stand deshalb kurz vor der Einfuhr.
Entscheidend ist der Ursprung, nicht der Ort des Kaufs. Bis eigene Ursprungsregeln vereinbart sind, gilt der nichtpräferenzielle Ursprung nach dem Zollkodex der Union (Art. 6), bei einem Auto also in der Regel das Land, in dem es hergestellt wurde. Viele Modelle europäischer und asiatischer Marken laufen in US-Werken vom Band, umgekehrt sind viele in den USA verkaufte Autos in Kanada, Mexiko, Japan oder Korea gebaut. Für sie bleibt es beim Drittlandszollsatz, laut Zoll für Pkw 10 % und für Motorräder 6 bis 8 % (Stand Oktober 2026).
Ursprung und direkte Beförderung müssen Sie belegen. Eine bestimmte Bescheinigung schreibt der Zoll nicht vor, der Anmelder muss aber über ausreichende Nachweise verfügen, dass die Ware ihren Ursprung in den USA hat und direkt aus den USA in die EU befördert wurde (Art. 59a UZK-IA). Dazu zählen nach Angaben des Zolls etwa Transportpapiere wie das Konnossement sowie Kauf- und Beförderungsverträge. Klären Sie mit dem Zollamt oder Ihrer Spedition vor dem Kauf, welche Unterlagen zum Herstellerland genügen.
| Fahrzeug | Zoll | Einfuhrumsatzsteuer |
|---|---|---|
| Pkw, in den USA gebaut, direkt aus den USA, Ursprung belegt | 0 % | 19 % |
| Pkw, in einem anderen Land gebaut, etwa Japan, Mexiko oder Europa | 10 % | 19 % |
| Motorrad, in den USA gebaut, Ursprung belegt | 0 % | 19 % |
| Motorrad aus anderer Herstellung | 6 bis 8 % | 19 % |
| Pick-up oder Wohnmobil ohne US-Ursprung | je nach Einreihung im Zolltarif | 19 % |
Ob ein Pick-up als Pkw oder als Lastwagen gilt, entscheidet die Einreihung in den Zolltarif. Wurde er nicht in den USA gebaut, hängt der Zollsatz davon ab. Sicherheit gibt eine verbindliche Zolltarifauskunft des Zolls. Für Oldtimer ab 30 Jahren, die als Sammlungsstücke gelten, nennt der ADAC einen ermäßigten Satz von insgesamt 7 %.
3Was kostet der Import eines Autos aus den USA?
Grundlage ist der Zollwert: Kaufpreis plus Fracht und Versicherung bis in die EU. Darauf kommt der Zoll, auf beides plus Transport bis zum ersten Bestimmungsort 19 % Einfuhrumsatzsteuer (§ 11 UStG).
Der Zollwert ist in der Regel der Kaufpreis; hinzu kommen die Kosten für Fracht und Versicherung bis zu dem Ort, an dem das Auto in die EU gelangt. Der ADAC nennt dafür den Kaufpreis plus Versicherung, Verpackung und Fracht. Für die Einfuhrumsatzsteuer kommen der Zoll und die Kosten der Beförderung bis zum ersten Bestimmungsort in der EU hinzu (§ 11 Abs. 3 UStG). Den Kaufpreis in Dollar rechnet der Zoll nach den Regeln für den Zollwert in Euro um (§ 11 Abs. 5 UStG).
| Kaufpreis, umgerechnet | 20.000 € |
| Seefracht und Versicherung bis zum EU-Hafen | 1.500 € |
| Zollwert | 21.500 € |
| Zoll bei US-Ursprung (0 %) | 0 € |
| Transport vom Hafen bis zu Ihnen | 500 € |
| Einfuhrumsatzsteuer 19 % auf 22.000 € | 4.180 € |
| Einfuhrabgaben bei US-Ursprung | 4.180 € |
Wurde dasselbe Auto in Mexiko gebaut, kommen 10 % Zoll hinzu: 2.150 € Zoll und 4.588,50 € Einfuhrumsatzsteuer, zusammen 6.738,50 €. Weitere Kosten sind Hafen- und Umschlaggebühren, die Spedition für die Zollanmeldung, das Gutachten, Umbauten, die Hauptuntersuchung und die Zulassung. Unternehmer können die Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer abziehen (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 UStG), Privatleute nicht.
„Seit dem Zolldeal sind alle Autos aus den USA zollfrei.“
Richtig ist: Zollfrei sind nur Autos mit Ursprung in den USA, die direkt aus den USA kommen und deren Ursprung Sie belegen. Ein in Japan gebautes Auto vom US-Händler kostet weiter 10 % Zoll, und die Einfuhrumsatzsteuer fällt immer an.
4Wie kommt das Auto aus den USA nach Deutschland?
Per Schiff, im Container oder auf einem Autotransportschiff, etwa nach Bremerhaven oder Hamburg. Ohne den Title im Original lässt sich ein zugelassenes US-Auto nicht verschiffen.
Der Title, genauer das Certificate of Title, entspricht nach Angaben des ADAC der deutschen Zulassungsbescheinigung Teil II: Er nennt Fahrgestellnummer, Kennzeichen und Eigentümer. Ohne das Original lässt sich ein Auto, das in den USA zugelassen war, nicht verschiffen, und für die Zulassung in Deutschland brauchen Sie es ebenfalls. Für Neuwagen gibt es stattdessen das Manufacturer’s Statement of Origin.
Den Seeweg gibt der ADAC mit etwa zehn Tagen von den wichtigsten Häfen der Ostküste und etwa 20 Tagen von der Westküste an; das Auto sollte mindestens drei Tage vor dem Ablegen im Hafen sein. Eine Transportversicherung mit All-Risk-Deckung empfiehlt er dringend. Im Ankunftshafen wird das Auto verzollt, oder es geht unter Zollaufsicht zu einem Zollamt im Inland.
Vom Hafen selbst fahren können Sie meist nicht. Ein Kurzzeitkennzeichen setzt voraus, dass das Auto einem genehmigten Typ entspricht oder eine Einzelgenehmigung hat. Fehlt das, erlaubt es nur Fahrten, die unmittelbar mit der neuen Betriebserlaubnis zusammenhängen, im Bezirk der zuständigen Zulassungsbehörde oder in einen angrenzenden Bezirk und zurück (§ 42 Abs. 6 FZV). Planen Sie deshalb einen Transport vom Hafen bis zur Prüfstelle ein.
5Welche Umbauten braucht ein US-Auto für die Zulassung?
Typisch sind gelbe Blinker hinten, Scheinwerfer und Leuchten mit europäischer Genehmigung und ein Tacho in km/h. Was genau nötig ist, legt der Sachverständige im Gutachten nach § 21 StVZO fest.
Ein Auto, das nicht zu einem genehmigten Typ gehört, braucht eine Betriebserlaubnis als Einzelfahrzeug. Dafür beschreibt ein amtlich anerkannter Sachverständiger einer technischen Prüfstelle, je nach Bundesland TÜV oder DEKRA, das Auto im Gutachten und bescheinigt, dass es den Vorschriften entspricht (§ 21 Abs. 1 StVZO). Braucht es zusätzlich eine Ausnahmegenehmigung, muss das Gutachten sie benennen und begründen (§ 21 Abs. 5 StVZO).
| Prüfpunkt | Typisch beim US-Modell | Vorschrift in Deutschland |
|---|---|---|
| Blinker hinten | rot, oft mit dem Bremslicht kombiniert | nur gelbes Licht (§ 54 Abs. 3 StVZO) |
| Scheinwerfer und Leuchten | nach US-Vorschriften gebaut | Anbau und Genehmigung nach UN-Regelung Nr. 48 (§ 49a Abs. 1 StVZO) |
| Tacho | Meilen pro Stunde als Hauptanzeige | Anzeige in Kilometern je Stunde (§ 57 Abs. 2 StVZO) |
| Abgas, Geräusch, Reifen | Werte nach US-Normen | Daten für Zulassung und Kfz-Steuer im Gutachten (§ 6 Abs. 8 FZV) |
Viele US-Autos haben hinten rote Blinkleuchten, die zugleich als Bremslicht arbeiten. In Deutschland sind als Fahrtrichtungsanzeiger nur Blinkleuchten für gelbes Licht zulässig. Scheinwerfer und Leuchten müssen in Anbau und Genehmigung der UN-Regelung Nr. 48 entsprechen, und das Geschwindigkeitsmessgerät muss in Kilometern je Stunde anzeigen. Ob eine Umstellung im Menü genügt oder eine neue Anzeige nötig ist, entscheidet der Prüfer.
Denken Sie auch an später: Teile für Modelle, die es in Europa nicht gibt, kommen oft aus den USA, mit Wartezeit und Fracht, und bei der Einfuhr fällt mindestens die Einfuhrumsatzsteuer an. Fragen Sie vor dem Kauf eine Werkstatt, ob sie das Modell betreut.
Der ADAC rät, sich schon vor dem Kauf bei der Prüfstelle zu erkundigen, welche Unterlagen und Umrüstungen für die Einzelabnahme nötig sind. Nennen Sie dafür Modell, Baujahr und Fahrgestellnummer.
6Was bedeuten Salvage, Rebuilt und Flood im US-Title?
Es sind Vermerke der US-Bundesstaaten im Title. Salvage heißt, das Auto galt nach einem Schaden als Totalschaden; Rebuilt, es wurde danach repariert und geprüft; Flood, der Schaden kam vom Hochwasser.
Die Bundesstaaten vermerken schwere Schäden im Title, und die Begriffe unterscheiden sich etwas von Staat zu Staat. Die Verkehrsbehörde von Texas etwa stuft ein Auto als salvage ein, wenn die Reparatur mehr kosten würde, als das Auto unmittelbar vor dem Schaden wert war. Nonrepairable ist dort ein Auto, das nur noch als Teilespender oder Schrott etwas wert ist. Der Vermerk Flood Damage zeigt, dass der Schaden ausschließlich durch Hochwasser entstand, und wird auf spätere Titles übernommen.
| Vermerk | Bedeutung | Was das für Sie heißt |
|---|---|---|
| Clean | kein Vermerk im Title | nicht jeder Schaden führt zu einem Vermerk, prüfen Sie trotzdem |
| Salvage | Totalschaden nach den Regeln des Bundesstaats | Reparatur und Prüfung stehen noch aus oder sind unbekannt |
| Rebuilt, Rebuilt Salvage | früher Salvage, repariert und vom Bundesstaat geprüft | Qualität der Reparatur selbst prüfen lassen |
| Flood Damage | Schaden ausschließlich durch Hochwasser | Korrosion und Elektronik genau prüfen, siehe Wasserschaden erkennen |
| Nonrepairable, Junk | nur noch Teilespender oder Schrott | nur als Teileträger kaufen |
Ein Rebuilt-Vermerk heißt: Das Auto war salvage und wurde wieder verkehrstauglich gemacht; in Texas muss es dafür Sicherheits- und Diebstahlprüfungen bestehen. Der Vermerk bleibt im Title, auch nach einer guten Reparatur. In Texas gilt ein Unfallauto, das nur für den Export an Käufer außerhalb der USA verkauft wird, sogar als nonrepairable. Für die Zulassung in Deutschland zählt am Ende das Gutachten nach § 21 StVZO, für Ihren Geldbeutel die Qualität der Reparatur.
7Wie läuft die Zulassung eines US-Autos ab?
Nach Verzollung und Gutachten nach § 21 StVZO gehen Sie mit Title, Kaufvertrag, Verzollungsnachweis, Hauptuntersuchung und Versicherungsbestätigung zur Zulassungsbehörde. Sie erteilt die Betriebserlaubnis und stellt die Papiere aus.
- Verzollenim Hafen oder beim Zollamt im Inland, danach die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Zulassung ausstellen lassen
- Zur Prüfstelle bringenper Transporter oder Anhänger, ein Kurzzeitkennzeichen erlaubt nur eingeschränkte Fahrten (§ 42 Abs. 6 FZV)
- Umbauennach Absprache mit dem Prüfer, am besten in einer Werkstatt, die US-Autos kennt
- Gutachten und HauptuntersuchungGutachten nach § 21 StVZO und Nachweis der Hauptuntersuchung
- Zulassenmit allen Unterlagen bei der Zulassungsbehörde Ihres Wohnorts
Service Berlin nennt für Gebrauchtfahrzeuge aus Staaten außerhalb der EU diese Unterlagen: ausländische Fahrzeugpapiere, einen Nachweis der Verfügungsberechtigung wie den Kaufvertrag, die elektronische Versicherungsbestätigung, die Zollunbedenklichkeitsbescheinigung, ein Vollgutachten oder Übereinstimmungsbescheinigung beziehungsweise Datenbestätigung, den Nachweis der Hauptuntersuchung und bei Abweichungen eine Ausnahmegenehmigung. Die Gebühr beginnt dort bei 34,70 €. Den Verzollungsnachweis verlangt die Zulassungsbehörde bei Fahrzeugen aus Staaten außerhalb der EU mit dem Antrag (§ 6 Abs. 7 FZV).
Die ausländischen Papiere, beim US-Auto in der Regel der Title, zieht die Zulassungsbehörde ein, bewahrt sie sechs Monate auf und vernichtet sie danach. Bei berechtigtem Interesse bekommen Sie sie auf Antrag entwertet zurück (§ 8 Abs. 4 FZV). Das lohnt sich: Der Title mit seinen Vermerken ist später der beste Beleg für die Vorgeschichte, auch beim Wiederverkauf.
8Wie prüfen Sie die Vorgeschichte eines US-Autos vor dem Kauf?
Prüfen Sie Title und Vermerke, Fotos, Rechnungen und die Fahrgestellnummer. Den technischen Zustand zeigt nur eine Besichtigung, bei einem Kauf aus der Ferne durch einen Gutachter vor Ort.
Lassen Sie sich vor dem Kauf eine Kopie des Titles schicken, beide Seiten, und gleichen Sie Fahrgestellnummer, Eigentümer und Vermerke mit dem Inserat ab. Der Kilometerstand steht bei US-Autos meist in Meilen; eine Meile sind rund 1,609 Kilometer, aus 60.000 Meilen werden also gut 96.500 Kilometer. Schreiben Sie beide Werte in den Kaufvertrag.

Ein US-Auto kann vor dem Verkauf in mehreren Bundesstaaten zugelassen gewesen sein, und gerade bei Unfallautos lohnt der Blick auf frühere Einträge. Mit der Fahrgestellnummer sehen Sie vor dem Kauf, welche Einträge zu Schäden, Kilometerständen und Zulassungen vorliegen, sofern Daten aus den USA vorhanden sind.
Ein Fahrzeugbericht von carVerticalAnzeige zeigt die Einträge aus den ausgewerteten Daten, nicht den technischen Zustand. Bei einem Kauf aus der Ferne ersetzt er die Besichtigung durch einen Gutachter vor Ort nicht. Kaufen Sie ein bereits importiertes Auto in Deutschland, lassen Sie sich zusätzlich Verzollungsnachweis, Gutachten, Umbaurechnungen und den entwerteten Title oder eine Kopie zeigen.
Häufige Fragen
Muss ich für ein US-Auto Zoll zahlen?
Seit 1. Juli 2026 nicht, wenn das Auto in den USA hergestellt wurde, direkt aus den USA in die EU kommt und Sie beides belegen (Verordnung (EU) 2026/1455). Sonst gilt für Pkw der Drittlandszollsatz von 10 %. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % zahlen Sie in jedem Fall.
Was ist ein Salvage Title?
Ein Title mit dem Vermerk Salvage: Das Auto galt nach einem Schaden als Totalschaden. In Texas etwa ist das so, wenn die Reparatur mehr kosten würde, als das Auto vor dem Schaden wert war. Wurde es repariert und vom Bundesstaat geprüft, trägt der Title später einen Vermerk wie Rebuilt. Die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesstaat.
Kann ich ein Auto mit Salvage Title in Deutschland zulassen?
Der US-Vermerk allein steht einer Zulassung in Deutschland nicht entgegen. Entscheidend ist das Gutachten nach § 21 StVZO: Der Sachverständige muss bestätigen, dass das Auto vorschriftsmäßig ist. Nach schweren Schäden kann das aufwendig werden. Lassen Sie die Reparatur deshalb vor dem Kauf begutachten.
Wie lange dauert der Transport aus den USA?
Der ADAC nennt etwa zehn Tage auf See von den wichtigsten Häfen der Ostküste und etwa 20 Tage von der Westküste. Dazu kommen die Zeit im Hafen vor dem Ablegen, mindestens drei Tage, sowie Entladung und Verzollung.
Brauche ich für ein US-Auto eine Einzelabnahme?
In aller Regel ja, weil ein für den US-Markt gebautes Auto meist keine EU-Typgenehmigung hat. Dann braucht es ein Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen nach § 21 StVZO, auf dessen Grundlage die Behörde die Betriebserlaubnis erteilt.
Darf ein US-Auto mit Meilentacho zugelassen werden?
Die Geschwindigkeit muss in Kilometern je Stunde angezeigt werden (§ 57 Abs. 2 StVZO). Viele US-Tachos zeigen Meilen groß und Kilometer klein an. Ob das genügt oder umgerüstet werden muss, entscheidet der Prüfer im Gutachten.
Worauf achte ich beim Kauf eines bereits importierten US-Autos?
Lassen Sie sich Verzollungsnachweis, Gutachten nach § 21 StVZO, Rechnungen der Umbauten und den entwerteten Title oder eine Kopie zeigen. Die eingetragenen Umbauten müssen zum Auto passen. Prüfen Sie außerdem die Fahrgestellnummer auf Einträge aus den USA.
Quellen: Verordnung (EU) 2026/1455 vom 25. Juni 2026 zur Anpassung der Einfuhrzölle auf bestimmte Waren mit Ursprung in den Vereinigten Staaten, Art. 1, 3, 6 und 8, Anhang I · Zoll: Warenverkehr mit den Vereinigten Staaten von Amerika, Anwendung von Präferenzen ab dem 1. Juli 2026 · Zoll: Beispiele für Warenarten und deren Einfuhrabgabensätze bei Einfuhr in die EU, abgerufen am 02.10.2026 · § 11 UStG (Bemessungsgrundlage der Einfuhrumsatzsteuer) · § 15 UStG (Vorsteuerabzug der Einfuhrumsatzsteuer) · § 21 StVZO (Betriebserlaubnis für Einzelfahrzeuge) · § 49a StVZO (lichttechnische Einrichtungen, UN-Regelung Nr. 48) · § 54 StVZO (Fahrtrichtungsanzeiger, nur gelbes Licht) · § 57 StVZO (Geschwindigkeitsmessgerät in Kilometern je Stunde) · § 6 FZV (Verzollungsnachweis, Fahrzeugdaten) · § 8 FZV (Einziehung und Rückgabe der ausländischen Zulassungsbescheinigung) · § 42 FZV (Kurzzeitkennzeichen) · Service Berlin: Zulassung eines aus dem Nicht-EU-Mitgliedstaat eingeführten Gebrauchtfahrzeuges · ADAC: Auto-Import aus USA und Kanada, Stand 19.12.2023 (Zollsatz dort vor der Änderung im Juli 2026) · Texas Department of Motor Vehicles: Rebuilt Vehicles · Texas Department of Motor Vehicles: Salvage/Nonrepairable Motor Vehicle Manual, Januar 2026
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